FN-Regelung 2011 Ohren- und Fliegenschutz

Die FN hat in einer Kalenderveröffentlichung den Einsatz von Fliegen- und Lärmschutz geregelt. Grundsätzlich ist zusätzliches schalldämmendes Material in Ohrenhauben zugelassen, allerdings darf es nicht in den Gehörgang bzw. die Ohrmusches reichen. Bei Verwendung eines Nasenetzes ist darauf zu achten, dass die Maulspalte frei bleibt und die Atmung des Pferdes nicht beeiträchtigt wird. Genauere könnt ihr in den Abbildungen hier sehen.

 
     
     
 

Trainingstipps Pflicht

Winterzeit ist Pflichttrainingzeit und deshalb stand das „Stundenschwerpunkt bezogene Aufwärmen“ auf der Themenliste der Trainerfortbildung in Vaterstetten. Für jede Pflichtübung wurde von den Teilnehmern ein gezieltes Aufwärmprogramm zusammengetragen und damit jeder was davon hat, wollen wir die Tipps hier auf „Voltigieren in Bayern“ veröffentlichen. Dabei gibt es nur noch ein kleines Problem: Bisher haben ganze drei Gruppen ihre Zusammenstellung geschickt, aber vielleicht setzt ja jetzt bei dem ein oder anderen das schlechte Gewissen zu…

Bei der Erwärmung sollten die Muskelgruppen möglichst in der Zielposition angesprochen werden.

Aufwärmen mit dem Stundenziel: Aufsprung

  • Warmlaufen mit Variation:
    Hopserlauf, Knie vorne hoch, anfersen, Sprünge, Seilspringen, Rythmusschulung mit beidbeinigem Absprung
  • Übung an Handstandgriffen:
    Po hoch über Schwerpunkt, Fortgeschritten: Bein mit hochziehen lassen
  • Cavaletti: Sprünge über Cavaletti für Sprungkrafttraining
    Hände auf Cavaletti: Bein schwingen in den Handstand
  • Aufsprungvorübung an Bande: hochziehen, Kopf tief, Po hochziehen
  • Aufsprungvorübung am Bock
  • Hinlaufen am Pferd, Po hoch

Aufwärmen mit dem Stundenziel: Verbesserung des Liegestütz ( A-Pflicht )

  • Aufwärmspiel ( Feuer, Wasser, Luft )  -> z.B. Feuer ist Liegestützposition
    - Wechsel zwischen Bank und Liegestütz  -> auf korrekte Schulterposition achten !
  • Schubkarrenrennen
  • Liegestütz in allen Variationen (auch auf Handstandgriffen, wackeliger Unterlage oder auf Fäusten)
  • Liegestütz auf Ball (Hände am Boden, Hüfte liegt auf Ball) -> Hüfte hoch schieben bis zur "Bücke" und wieder zurück
  • Partnerübung Liegestütz (Partner hält Fußgelenke, lässt abwechselnd immer ein Bein aus)  -> Bein darf nicht absinken! -> Körperspannung!
  • Partnerübung zu dritt: einer liegt am Boden, nimmt Körperspannung ein  -> die beiden anderen heben ihn nun an Füßen und Schultern an
  • Gruppenübung: alle in engem Kreis aufstellen, einer ist in der Mitte -> der in der Mitte nimmt Körperspannung ein und lässt sich in alle Richtungen fallen

Aufwärmen mit dem Stundenziel: Stützschwung rücklings

Allg. Aufwärmen: Spinnenlauf-Fangspiel

Dehnen mit Schwerpunkt Brust und Schultergürtel:

  • Aufrechter Stand, Hände hinterm Oberkörper zusammen führen, Arme durchstrecken und nach hinten oben ziehen, Oberkörper bleibt aufrecht
  • Bogen an der Bande / Brücke

Kräftigung der Arme und Körperspannung für Bogenspannung:

  • Cavaletti > Liegestütz rl > schnelles Hochdrücken aus den Armen
  • Boden > Wippe auf Bauch liegend
  • Boden > Schiffchendrehen (Drehen aus der Bauch- in die Rückenlage und zurück, ohne dass Arme und Beine den Boden berühren)

Schnellkraft für Beine:

  • Stütz rl > jeweils ein Bein gestreckt schnell nach oben ziehen
  • An Bande hängen > Beine gestreckt zur Nase schwingen

Kraftübung und Bewegungsablauf:

  • Stütz rl > mit Beinen die Bande hoch krabbeln
  • Stütz rl > Partner nimmt die Beine, Voltigierer führt das Becken und die Beine nach oben
  • mit Rücken auf Boden legen, Beine in 90° Winkel gestreckt nach oben, Bauchmuskeln anspannen, Beine und Po senkrecht nach oben anheben, schnell nach oben, langsam absenken

Aufwärmen mit dem Stundenziel: Stehen

  • Fußgelenke mobilisieren (Laufen, kreisen)
  • Hüftbeuger dehnen
  • kurze, gezielte Kräftigung von Bauch- und Rückenmuskulatur, um Gefühl für wichtige Muskelgruppen zu schulen (z. B. in Stehhaltung, Partner drückt mit Finger gegen bestimmte Punkte, Steher muss dagegen drücken ohne Haltung zu verändern)
  • Balanceübungen auf instabiler Unterlage, Stehen auf Cavaletti, Balanceboard, Kreisel, aufgerollter Isomatte, beidbeinig und einbeinig mit korrekter (Arm)haltung.
  • Balance und Körperspannung im Stand: Einbeiniger Stand mit korrekter Armhaltung, Spielbein tippt in verschiedene Richtungen vorn, seitlich, hinten, schnell oder langsam
  • Haltungsschulung vor dem Spiegel, mit geschlossenen Augen, Korrektur durch Partner
  • Korrekten Aufbau am Boden oder auf Unterlage üben, dabei ganzen Fuß gleichmäßig belasten
 
   
 

Stallbuch

Seit Anfang April 2010 gelten für die Teilnahme an internationalen Prüfungen und Veranstaltungen neue Bestimmungen und Regeln. Eine dieser Bestimmungen besagt, dass jeder, der international startet, ein „Logbook“ führen muss, in dem er alle Behandlungen einträgt, die das jeweilige Pferd erhält. Dieses Internationale Stallbuch sieht etwas anders aus als das von der FN. Einzelheiten und wer genau was braucht findet ihr hier.

Aktuell teilt die FN auch noch mit, dass ab sofort alle Fliegenschutzmittel bei Turnieren erlaubt sind. Bislang galt die Regelung, dass Fliegensprays, die ätherische Öle – unter anderem Nelken- oder Lavendelöl – enthalten, eine Karenzzeit von 48 Stunden haben und somit im Wettkampf nicht eingesetzt werden durften. Möglich wird dies durch eine verbesserte Analysemethodik des zuständigen Labors in Köln. fn-press

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LPO 2008 Änderungen Voltigieren

Im Wesentlichen ändert sich das Regelwerk für das Voltigieren wie folgt: Die bislang alphabetisch gegliederten Leistungsklassen mit der Kategorisierung A bis D werden ab 2008 den Bezeichnungen der klassischen Pferdesportdisziplinen wie Dressur, Springen oder Vielseitigkeit angepasst. Der Disziplinbeirat Voltigieren des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) verspricht sich von diesen Änderungen eine verbesserte Transparenz und Vergleichbarkeit mit den anderen Pferdesportdisziplinen. Ab dem kommenden Jahr gliedert sich das bisherige System der Gruppen mit acht Voltigierern dann in die Klassen M (bislang LK A und B) bis A (bislang LK D) auf. Ab 2008 können auch Voltigierer im unteren Turniersport über das 18. Lebensjahr hinaus den Turniersport ausüben. Die obere Altersbeschränkung fällt also weg. Analog zum internationalen Reglement wird das System der Sechsergruppen in das nationale Reglement integriert.

Im Detail ergeben sich für den Turniersport Voltigieren folgende Änderungen:

Klasse A (bisher D) - In der Klasse A ist ab 2008 weiter das gewohnte Pflicht- und Kürprogramm mit acht Voltigierern je Gruppe zu turnen. Allerdings kann diese Klasse in zwei Altersstufen ausgeschrieben werden. Unterschieden wird dann zwischen Gruppen mit Mitgliedern im Alter von 16 Jahren und jünger sowie Gruppen ohne Alterslimitierung. Zum Aufstieg in die nächst höhere Klasse L wird wie bisher zweimal die Mindestnote von 5,0 benötigt, allerdings muss die Gruppe erst nach viermaligem Erreichen in die höhere Klasse aufsteigen.

Klasse L (bisher C) - In der Klasse L bleibt das Pflicht- und Kürprogramm auch 2008 unverändert und ist mit acht Voltigierern zu absolvieren. Wie in der Klasse A ist auch hier das Ausschreiben der Prüfung nach Alter möglich. Unterschieden wird zwischen Gruppen mit Mitgliedern im Alter von 18 Jahren und jünger sowie Gruppen ohne Alterslimitierung. Zum Aufstieg in die nächst höhere Klasse M* wird wie bisher zweimal die Mindestnote von 5,5 oder höher benötigt, allerdings muss die Gruppe erst nach viermaligem Erreichen in die höhere Klasse aufsteigen.

Klasse M*/M** (bisher B/A) - Während in den Klassen A und L Alterslimitierungen möglich sind, ist die Klasse M altersoffen. Die Voltigierer zeigen wie bisher das gewohnte Pflicht- und Kürprogramm mit acht Voltigierern. Ändern werden sich allerdings die Pflicht- und Kürzeiten. Zukünftig beträgt die Höchstzeit für die Pflicht acht Minuten und für die Kür vier Minuten. Dem Veranstalter ist es vorbehalten, die Klasse M als M* und M** auszuschreiben. Startberechtigt in M* sind Gruppen, die mindestens zweimal die Wertnote von 5,5 oder höher in der Klasse L erhalten haben. An M**-Prüfungen können Gruppen teilnehmen, die mindestens zweimal die Wertnote von 6,5 oder höher in der Klasse M erreicht haben. Wer in der Klasse S an den Start gehen möchte, benötigt eine zweimalige Qualifikationsnote von 7,0 oder höher.

Klasse S - Die Klasse S ist dem Spitzensport vorbehalten und orientiert sich am internationalen Reglement. Die altersoffenen Vereinsmannschaften bestehen nur aus sechs Mitgliedern. Um in der höchsten Klasse an den Start gehen zu können, muss in der Klasse M oder bei den Juniorteams eine Qualifikationsnote von mindestens zweimal 7,0 oder höher erzielt werden. S-Gruppen können alternativ von Turnier zu Turnier zwischen M** und S wechseln.

Juniorteams - Die Juniorteams werden wie die Gruppen der Klasse S nach internationalem Reglement ausgeschrieben. Sie bestehen aus Mitgliedern im Alter von 16 Jahren und jünger, die im Gegensatz zu den anderen Klassen nicht alle einem Verein angehören müssen. Um hier an den Start gehen zu können, bedarf es keiner Aufstiegs- oder Qualifikationsnoten. Die Juniorteams haben je nach erzielten Leistungen (Wertnoten) die Möglichkeit, in die Klassen A bis S zu wechseln, sofern die Gruppenvoltigierer alle dem gleichen Verein angehören. Erzielt also ein Juniorteam zweimal die Wertnote 7,0 oder höher ist es in der Klasse S startberechtigt.

EV-M/EV-S (bisher EV-B/EV-A) - Auch beim Einzelvoltgieren gibt es leichte Veränderungen. So ist es ab 2008 erforderlich, mindestens zweimal aber maximal dreimal die Wertnote 7,0 oder höher zu erreichen, um von M nach S aufzusteigen.

Doppelvoltigieren - Beim Doppelvoltigieren gibt es keine wesentlichen Veränderungen.

Künftig unterscheiden wir nur noch nach Leistungsklassen 5 – 1 und Klassen A bis S (bisher D – A). Die Einteilung in Leistungsklassen regelt sich für die Disziplin Voltigieren wie folgt:

Gruppenvoltigieren:

Lkl. 1: LP Kl. S und M**
Lkl. 2: LP Kl. M**
Lkl. 3: LP Kl. M*
Lkl. 4: LP Kl. L
Lkl. 5: LP Kl. A

Einzelvoltigieren:
Lkl. 1: LP Kl. S
Lkl. 2: LP Kl. M

Im Doppelvoltigieren erfolgt keine Einteilung in Leistungsklassen.

Alle Landesverbände, Beauftragten und Landestrainer haben zwischenzeitlich eine Power-Point-Präsentation mit den wichtigsten Änderungen erhalten.

Aufgabenheft Voltigieren

Der Großteil der Durchführungsbestimmungen wurde in das neue Aufgabenheft Voltigieren aufgenommen. Das Aufgabenheft ist bindend für die Durchführung, Teilnahme und Bewertung.

Wettbewerbsordnung (WBO)

- es ist keine FN-Jahresturnierlizenz erforderlich

- keine Pferdeeintragung

- keine Erfolgsregistrierung durch die FN

- ein Equidenpass ist erforderlich

- für jede Breitensportveranstaltung ist eine Ausschreibung zu erstellen und vom/von

der LV/LK zu genehmigen

- Nennungen sind auf vorgeschriebenen Nennungsformularen des/der jeweiligen

LV/LK vorzunehmen oder die FN Onlineplattform „Nennung-Online“, sofern dies

vom Veranstalter vorgesehen ist, zu verwenden

- die Teilnahmeberechtigung und Häufigkeit der Starts regelt die Ausschreibung.
(fn-aktuell)

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Für alle die das erste Mal ein Turnier veranstalten oder noch neue im Turniergeschehen sind hat Christine Klein-Berger zwei Checklisten zusammengestellt. Einmal für Voltigierausbilder und einmal für Turnierveranstalter. Wer eine der Listen als Word-Datei habe möchte schreibe bitte eine E-Mail an die Redaktion.  
 


CHECKLISTE – Meldestelle

beim Melden der Gruppen:

  • Kontrolle der Leistungsnachweise und der Startberechtigung in dem genannten Wettbewerb (sind evtl. 2 Aufstiegsnoten vorhanden?)
  • Kontrolle der Equidenpässe (Impfungen, z.B. Influenza)

vor Beginn der Prüfung

  • sind die Bewertungsbögen richtig vorbereitet und an die Richter verteilt
  • sind genügend Schleifen für die Siegerehrung vorhanden, wenn die Prüfung geteilt werden sollte

Vor der Siegerehrung der einzelnen Prüfungen:

  • Kontrollieren der Ergebnisse
  • Eintragung in die Leistungsnachweise:
    Endnote, Placierung, veranstaltender Verein, Datum, Unterschrift und Stempel des veranstaltenden Vereines
  • Herrichten der Schleifen und der Ehrenpreise
  • Befreiung einzelner Teilnehmer von der Siegerehrung nur über den LK-Beauftragten möglich
  • Siegerehrung bei geteiltem Starterfeld nach Rücksprache mit dem LK-Beauftragten

Nach der Siegerehrung der einzelnen Prüfungen:

  • Ausgabe an die Teilnehmer von:
    Bewertungsbögen, Gesamtergebnis und Placierungslisten, Equidenpässe, Leistungsnachweise

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CHECKLISTE – Ausbilder

  • Vor der Fahrt zum Turnier
    - Wie kommen die Kinder zum Turnierort?
    - Wer fährt das oder die Pferde?
    - Wer nimmt die Turnieranzüge und Frisiersachen der Kinder mit?
    - Wer nimmt die Ausrüstung des Pferdes mit? Futter- bzw. Wassereimer?
    - Musik?
    - Leistungsnachweis?
    - Wann trifft sich die Gruppe mit dem Ausbilder und dem Pferd am Turnierort?
    (Pünktlich, lieber früher dasein)
    - Wer kümmert sich darum, dass die Kinder sich anziehen und frisiert werden?
    - Wer hilft beim Pferd?
    - Bei Nichtstarten rechtzeitige Absage an den Veranstalter (dieser ist sonst berechtigt € 20,00 Verwarnungsgebühr zu verlangen)
  • Beim Eintreffen am Turnierort
    - Melden der Startbereitschaft der Gruppe in der Meldestelle (1 Stunde vor dem Start)
    - Abgabe des Leistungsnachweises der Gruppe
    - Abgabe des Equidenpasses des Pferdes
    - Kontrolle, ob der Bewertungsbogen mit den Namen im Nennscheck der Gruppe übereinstimmt.
    - Abgabe der Musik
  • Vor dem Start
    - Aufwärmen der Voltigierer und des Pferdes
    - Überprüfen der Ausrüstung
    - Startnummern der Voltigierer
  • Nach dem Start
    - Versorgen, Trockenführen des Pferdes
    - Aufräumen der Ausrüstung
    - vollzählig in der Siegerehrung erscheinen
    - ordentlich und einheitlich gekleidet (Wettkampf- oder Trainingsanzüge), die Prüfung ist erst mit der Siegerehrung beendet
    - Siegerpferd bzw. alle Pferde, die an der Siegerehrung teilnehmen sollen korrekt ausgerüstet sein
  • Nach der Siegerehrung
    - Abholen der Musik und des Leistungsnachweises sowie der Notenbögen an der Meldestelle
    - Dafür Sorge tragen, wer die Voltigierer fährt und wer das Pferd
    - Ist die Ausrüstung alles verstaut oder ist vielleicht noch etwas liegengeblieben?

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