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letzte Aktualisierung 30.01.2012

 
 
 

 

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Time to say goodby
„Woanders wieder anfangen wäre nicht das Gleiche“

Dieser Artikel war eigentlich für Bayerns Pferde vorgesehen, kam aber aus verschiedenen Gründen nicht ins Heft. Auch wenn der Abschied jetzt schon ein wenig her ist - nehmt es als Abschiedsgruß an all eure ausgeschiedenen Gruppenmitglieder, die sicherlich imer noch ein wenig fehlen.

Früher war alles ganz einfach. Da gab es in Voltigiergruppen eine Altersgrenze von 18 Jahren und wer zu alt wurde musste aus der Gruppe ausscheiden. Rührende Szenen spielten sich dann alljährlich beim Saisonabschlussturnier in München-Riem ab. Mit brüchiger Stimme wurden selbstverfasste Verse vorgetragen oder unter Tränen eine Laudatio auf das scheidende Gruppemitglied gehalten. Seitdem die Altersgrenze zumindest bei M- und S-Gruppen nicht mehr besteht, man also eigentlich grenzenlos bis ins hohe Alter weiter voltigieren kann, gibt es keine offizielle Verabschiedung mehr. Trotzdem heißt es natürlich jedes Jahr für viele Voltigierer Abschied nehmen von Freunden mit denen man gefühlt schon das halbe Leben verbracht hat.


Die verlässlichen Stützen, Lisa und Katha / foto: sandra schier

In manchen Teams kommt es dabei zu richtigen Umbrüchen, quasi einem Generationswechsel. Die zweite Mannschaft des VV Ingelsberg, unter Insidern auch einfach die „Zwote“ genannt, kann man sich ohne Katharina Renn, Lisa Schilling und Juliana Janecek eigentlich gar nicht vorstellen. Schließlich gehörte Katha seit neun Jahren zum Team, Lisa seit fünf und Jule kam vor zwei Jahren dazu. Früher hatten Katha und Jule schon zusammen im RV Würmtal voltigiert. Klar, dass man in dieser Zeit zusammenwächst und eine gewisse Routine für die Technik auf dem Pferd entwickelt. „Wir haben eine blindes Verständnis auf und neben dem Pferd“ erklärt Lisa. Wer so lang dabei ist, gehört aber vor allem zu den guten Geistern, die mit viel Herz und Leidenschaft bei der Sache sind. „Für uns waren nicht nur die Turniere wichtig sondern auch das Drumherum.“ erklärt Jule. Ganze Sätze brauchen die drei in den seltensten Fällen um sich zu verständigen. Egal ob es um neue Kürideen geht, um Pferdepflege oder das nächste Trainingswochenende. Ganz nebenbei haben sie die Voltigierwelt über ihre Homepage mit den aktuellen News und lustigen Geschichten versorgt. „Wir sind oft von Menschen darauf angesprochen worden“ freut sich Katha.

Und trotzdem musste irgendwann einmal Schluss sein, auch ohne Altersgrenze und tränenreichem Abschiedsturnier. Seit ein paar Monaten wohnen Jule und Lisa in Innsbruck, Katha gar in Hamburg. Dass es so kommen würde war für alle drei schon seit längerem klar.

Lisas Plan war Psychologie zu studieren, einen Studienplatz gab es für sie aber nur in Innsbruck. „Woanders wieder anfangen kommt für mich nicht in Frage, das wäre nicht das Gleich wie mit dieser Gruppe. Ich konnte mich ja lange drauf vorbereiten und wusste dass es so kommt, aber schwer gefallen ist es mir trotzdem.“ Ein Leben funktioniert ohne Voltigieren? „Es war mir nie so bewusst wie viel Zeit man ins Volti investiert und es ist schön jetzt auch mal spontan zu sein“, gesteht Lisa.


jetzte "ehemalige" T2ler, Lisa, Katha und Jule / foto: christine kellermann

Bei Juliana sollte eigentlich schon nach der letzen Saison Schluss sein. Auch sie hat sich für Innsbruck entschieden und studiert dort Wirtschaftswissenschaften. Im Fall eines akuten Voltigierentzugs ist die VG Pill in der Nähe, wo sie auch wieder eine kleine Gruppe trainiert.

Katharina hatte schon zwei Mal vorher dran gedacht vernünftig zu sein und aufzuhören. Jetzt ist der Abschied endgültig, aber bevor der Schmerz darüber überhaupt entstehen konnte, hatte sie in Hamburg bereits das erste Pferd an der Longe: „Das ist das, warum Volti so genial ist: Man versteht sich obwohl man sich noch nie gesehen hat. Ich kenn’ da oben Niemanden, aber man hat gleich einen Ankerpunkt.“

Natürlich haben sie alle immer noch regen Kontakt. Per Facebook, Skype und Telefon tauschen sich die Drei aber nicht nur untereinander aus sondern auch mit der jetzt neu besetzten Zwoten: „Wir kriegen Videos geschickt und die neuen Untermänner sind froh wenn wir ihnen ein paar Tipps geben.“ sagt Lisa. Ein gemeinsames Trainingswochenende gab es auch schon und alle freuen sich, dass sie immer noch so willkommen in der Gruppe sind.

Es ist ein neuer Abschnitt für die Gruppe und die Ehemaligen, vieles ist anders und ungewohnt. Aber wir werden auch in Zukunft gut informiert bleiben, denn die Internetseite wollen Katha und Lisa auch in Zukunft regelmäßig weiter pflegen.

Christine Kellermann

 

 

   
 
 
 

 


Beim Sportinformationsdienst (sid) sitzen die wahren Voltigierexperten...;-)

"Eine überflüssige Volte brachte Bettina Hoy und das deutsche `Buschreiter"-Team beinahe um die Goldmedaillen ... Die Volte ist auch zentrales Element der Disziplin Voltigieren, bei der auf einem Volte reitenden Pferd turnerische Elemente gezeigt werden." Quelle sid 19.08.2004

         
 
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"Voltigieren ist die natürlichste und gefahrloseste Art, ein Pferd zu besteigen und es wieder zu verlassen."
(Der Kunstreiter Baptiste Loiset, 1826)

 
 
 
 
 

Mit Pia Engelberty, Sarah Kay und Viktor Brüsewitz haben sich drei deutsche Starter für das Weltcupfinale ende Februar in Bordeaux qualifiziert. Dort sind die besten sechs Damen der Weltcupwertung und die besten sechs Herren startberechtigt.

Kai Vorberg und Tim-Randy Sia sind als neue Aktivensprecher gewählt worden. Die beiden treten die Nachfolge von Susanne Wahl und Dennis Peiler an, die beide aus beruflichen Gründen nicht mehr für das Amt zur Verfügung stehen.

Für Abzeichenprüfungen 2012 gelten die Anforderungen wie im neuen Aufgabenheft beschrieben. Den neuen Flyer als Aktualisierung des Abzeichenbuchs gibt es hier.
Es gibt vorerst keine neuen Urkunden, so dass die neuen Elemente in die alten Vordrucke nachgetragen werden müssen.

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